Wasserkraft war im Sauerland,
das auch Land der tausend
Berge genannt wird,
in früheren Zeiten neben der Muskelkraft die
wichtigste Energiequelle.
Die Landschaft des Sauerlandes mit ihren
zahlreichen Bächen und Flüssen bot ideale Voraussetzungen zur Errichtung
von Wassermühlen und damit zur Ausnutzung der Wasserkraft.
Die
Wasserkraft wurde in vielen Bereichen zur Erleichterung der Arbeit
eingesetzt, wobei die Getreidemühlen, in denen das Korn gemahlen wurde,
wohl die bekanntesten sind. Mit Wasserkraft wurde u. a. aber auch Öl
gepresst, Holz gesägt sowie Pumpen, Schleifereien und Hammerwerke
betrieben.
Bei der Wassermühle in Cobbenrode handelt es sich um eine Getreidemühle,
deren Ursprung im 17./ 18. Jahrhundert liegt. Nachdem die Mühle mit
Außenanlagen restauriert und der Mühlteich mit Wasserzuleitung wieder
angelegt wurden, kann heute die Funktion der Wasserkraft wieder
originalgetreu demonstriert werden. Außerdem ermöglicht es die gut
erhaltene Mühlentechnik, wie zu Großvaters Zeiten Korn zu mahlen.
In einem kleinen Museumsraum kann man sich das Handwerkszeug, das der
Müller früher zum Ausüben seines Berufes benötigte, genau ansehen.
Neben der Mühle wurde ein Backhaus, auch "Bakkes" genannt, errichtet.
Hier wird in einem alten Steinbackofen aus dem Jahre 1903 das typische
Steinofenbrot gebacken. Dieses deftige, mit Buchenholz gebackene
Steinofenbrot ist nicht nur wegen seines ausgezeichneten Geschmacks,
sondern auch wegen seines besonderen Nährwertes sehr beliebt.