Der Name "Cobbenrode" ist erstmals urkundlich im Jahr 1293
durch Conradus de Cobbenrode belegt (Westf. Urkundenbuch 7. 1908 Nr.
2257 S.1069).
Der Ortsname (plattdeutsch: Kowwenro) taucht desweiteren in den
Lehnsrollen des Grafen Ludwig von Arnsberg auf (Amtszeit: 1281 - 1313),
ebenso im Güterverzeichnis des Grafen Wilhelm von Arnsberg vom 10. Juni
1313.
Der Ortsname
‘Cobbenrode’ bezeichnet die Rodung des Cobbo.
Dieser Personenname begegnet bei den Cobbo(nen), die zum sächsischen
Adel gehörten
und für das 9./10 Jahrhundert mit Besitz in Westfalen und Ostfranken
belegt sind.
So war ein Cobbo 847/8 - 890 Graf im nördlichen Hessengau bzw. im
hessischen Diemelraum,
er hatte noch einen Sohn Cobbo. ‘rode’-Orte als "Rodung, Neubruch" sind
in Hessen schon für zwei Siedlungen aus der ersten Hälfte des 9.
Jahrhunderts belegt,
gehören in der Mehrzahl aber erst ins 10. - 12. Jahrhundert.
Eine Datierung des Ortsnamens in das 10. Jahrhundert
durch die aufgezeigten Personennamen scheint möglich.
Diese Deutung wird gestützt durch den Erwerb des Stift Herforder
Besitzes im Sauerland und damit auch in Cobbenrode und Obermarpe, der
mit Wahrscheinlichkeit in eben dieses 10. Jahrhundert gesetzt werden
kann.
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(Vgl.
Reinhard Wenskus, Sächsischer Stammesadel und fränkischer Reichsadel.
1976, insbes. S. 278, 371 - Klaus Andrießen, Siedlungsnamen in Hessen.
1990, 1.8. Die Namen auf -rode.- Henning Kaufmann, Untersuchungen zu
altdeutschen Rufnamen. 1965, S. 75, - Wilhelm Schlaug, Die
altsächsischen Personennamen vor dem Jahre 1000. 1962, S. 69);
Alfred Bruns, Cobbenrode 1293 - 1993, Heimat- und Förderverein
Cobbenrode e. V. (Hrsg.), 1993)
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In Cobbenrode hatte eine Adelsfamilie gleichen Namens ihren Stammsitz.
Als erster Vertreter dieses Geschlechts erscheint im Jahr 1293 Konrad
von Cobbenrode
als Zeuge in einer Urkunde. Die Familie, die bis Ende des 17.
Jahrhunderts blühte, war weit verzweigt,
hatte in
verschiedenen Orten des Landes Fredeburg Besitzungen und stellte auch
Anfang des 16. Jahrhunderts den Pfarrer zu Wormbach.
Der Ort Cobbenrode selbst gehörte bis zum Jahr 1368 zur Grafschaft
Arnsberg,
war dann als Teil des Landes Fredeburg Lehen der Grafen von der Mark und
kam im Jahr 1444 an Kurköln. Die ehemalige Gemeinde Cobbenrode gab am
01. Januar 1975 im Rahmen der Verwaltungsneugliederung
in Nordrhein-Westfalen ihre Selbständigkeit zugunsten von Eslohe auf. [Bild
Cobbenrode um 1955]